Fazit

 

Wenn man sich informiert, sieht man, dass es den Tieren unter Menschen nicht gut geht. Klar gibt es Ausnahmen, aber darauf sollte man sich nicht verlassen. Fakt ist, dass täglich tausende Tiere durch Menschenhände leiden. Doch was kann eine einzelne Person dagegen anrichten?

 

·         Zuerst einmal selber auf tierleidbefleckte Produkte verzichten

·         Andere Menschen über die Zustände informieren (über das Thema mit Bekannten sprechen, referieren, Projekte gestalten, flyern, Infostände betreuen, demonstrieren (letztere mit Vereinen absprechen), viele Vereine bieten auch Vorträge in Schulen an)

·         Tierschutzvereine ect. unterstützen- hierzu gehören Geldspesen genauso wie ehrenamtliche Arbeiten (Büroarbeit, Unterstützung bei Demonstrationen, Gassi gehen (im Tierheim))

 

Man darf nicht glauben, dass man als Einzelner nichts verändern kann. So denken leider viel zu viele- und tun nichts. Würden sich alle, die irgendwie nicht zufrieden sind mit der Situation, aufraffen, wäre schon viel mehr passiert.

 

 

 

 

 

Ausreden

 

Fleisch wurde immer gegessen.

            Immer bestimmt nicht. Und ganz bestimmt nicht in diesen Mengen. Tatsächlich brauchte der Mensch relativ lange bis er den ersten Bissen totes Tier verschlang. Täglich Fleisch- das wäre zu teuer gewesen. Doch heute ist das alles möglich- dank Massentierhaltung. Lange Zeit wurde mit Asbest gebaut, was heute nicht mehr vorstellbar ist. Vor einigen Jahren gab es keine Probleme mit der Umweltbelastung- heute fordert sie ständig Tote. Alles ändert sich.

Menschen sind Fleischfresser

            Nein. Wenn dann Allesfresser. Doch dies bezweifeln einige Wissenschaftler. Menschen (oder zumindest die meisten) sind physisch und psychisch nicht imstande Tiere zu zerreißen und ihr rohes Fleisch zu verdauen. Selbst gekochtes Fleisch führt mit hoher Wahrscheinlichkeit zu Lebensmittelvergiftungen, Herzerkrankungen und anderen Erkrankungen, was aber einen echten Fleischfresser nichts anhaben kann. Und nun mal ehrlich: Haben sie das Verlangen zu kosten, wenn sie ein totes Tier am Straßenrand sehen?

            Diese Tabelle zeigt die Gemeinsamkeiten:

 

Gesichtsmuskeln

Fleischesser

Vermindert, um den Mund weit aufreißen zu können

Allesesser

Vermindert

Pflanzenesser

Gut entwickelt

Mensch

Gut entwickelt

 

  Kieferbewegung

Fleischesser

Scherbewegung, minimal von Seite zu Seite

Allesesser

Scherbewegung, minimal von Seite zu Seite

Pflanzenesser

Keine Scherbewegung, gute Bewegung von Seite zu Seite und von vorne nach hinten

Mensch

Keine Scherbewegung; gute Bewegung von Seite zu Seite und von vorne nach hinten

 

  Zähne (Schneidezähne)

Fleischesser

Kurz und spitz

Allesesser

Kurz und spitz

Pflanzenesser

Breit, abgeflacht, spatenförmig

Mensch

Breit, abgeflacht, spatenförmig

 

  Zähne (Reisszähne)

Fleischesser

Lang, spitz, gebogen

Allesesser

Lang, spitz, gebogen

Pflanzenesser

Stumpf und kurz oder lang (zur Verteidigung) oder keine

Mensch

Kurz und abgestumpft

 

  Zähne (Backenzähne)

Fleischesser

Spitz, gezackt und schneideförmig

Allesesser

Spitze Schneide und/oder abgeflacht

Pflanzenesser

Abgeflacht mit Höckern gegen eine komplexe Oberfläche

Mensch

Abgeflacht mit knotenförmigen Höckern

  Kauen

Fleischesser

Keines; verschluckt Nahrung als Ganzes

Allesesser

Verschluckt Nahrung als Ganzes und/oder einfaches Zerbrechen

Pflanzenesser

Extensives Kauen erforderlich

Mensch

Extensives Kauen erforderlich

 

  Speichel

Fleischesser

Keine Verdauungsenzyme

Allesesser

Keine Verdauungsenzyme

Pflanzenesser

Enzyme zum Verdauen von Kohlenhydraten

Mensch

Enzyme zum Verdauen von Kohlenhydraten

 

  Magensäure

Fleischesser

Weniger oder gleich pH 1 mit Nahrung im Magen

Allesesser

Weniger oder gleich pH 1 mit Nahrung im Magen

Pflanzenesser

pH 4 bis 5 mit Nahrung im Magen

Mensch

pH 4 bis 5 mit Nahrung im Magen

 

  Länge des Dünndarms

Fleischesser

3- bis 6-fache Körperlänge

Allesesser

4- bis 6-fache Körperlänge

Pflanzenesser

10- bis mehr als 12-fache Körperlänge

Mensch

10- bis 11-fache Körperlänge

 

  Nägel

Fleischesser

Scharfe Klauen

Allesesser

Scharfe Klauen

Pflanzenesser

Abgeflachte Nägel oder stumpfe Hufe

Mensch

Abgeflachte Nägel

Fleisch ist natürlich

            Was ist daran natürlich, wenn hunderte Schweine sich einen verdreckten Betonbunker teilen? Was ist daran natürlich, wenn Tiere verschifft, verladen, von einem Ort zum nächsten geschleift werden, um am Ende dort ermordet zu werden, wo es am billigsten ist? Was ist daran natürlich, in den Supermarkt auf Jagd nach Billigangeboten in der sauber geputzten Fleischtheke zu gehen?

Fleisch ist gesund

            Viele vertragen kein Fleisch. Sie bekommen Herzkreislaufprobleme, Übergewicht, hohen Cholesterinspiegel, Alzheimer, Krebs, Diabetes, werden impotent,  usw. Oft ist es verseucht oder mit Antibiotika voll gestopft –die den Menschen dann nicht mehr helfen können wenn sie krank sind, da die Viren durch den täglichen Schub resistent geworden sind.

Menschen brauchen Fleisch

            Falsch. Der Mensch braucht nichts was in Fleisch ist, was man nicht auch von wo anders beziehen kann.

Das ist doch zu extrem

            Was ist daran extrem einem Lebewesen seine Würde zu lassen? Tierfreunde, die ihre Hauskatze lieben aber auch ohne Scham ein Würstchen verspeisen, sind entweder schizophren oder wollen die Wahrheit nicht sehen.

Ich habe das Tier ja nicht getötet

            Nein, Sie müssen ihre Finger nicht beschmutzen- das tun andere für sie. Und mit jedem Bissen geben Sie den Auftrag ein Lebewesen ermorden zu lassen.

Die Tiere sterben sowieso

            Nun mal ehrlich: wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass von heute auf morgen keiner mehr Fleisch ist? Wenn es so wäre, hätte man sie um sonst getötet. Denn die Tiere sterben nicht einfach so- sie werden absichtlich ermordet. Doch das alles ist eine langsame Entwicklung, leider. Aber dadurch haben die Betriebe Zeit sich umzustellen. Wenn keiner mehr ihr „Produkt“ kauft, müssen sie sich ein anderes suchen. Das war immer so, das ist immer so, und es wird auch immer so sein. Der Konsument bestimmt das Angebot.

Es sind doch nur Tiere

            !!!! Was???? Aber nun gut... ich will nicht handgreiflich werden. Also antworte ich hier ganz sachlich: Es ist ein Tier. So wie der Mensch auch. (Obwohl sich die meisten Menschen dies nicht gern sagen lassen) Der Mensch ist aber „intelligent“: er hat in wenigen Jahren den Erdball besiedelt, Katastrophen überlebt, das Weltall besucht, das Rad erfunden, sich des Feuers bemächtigt, Kriege geführt, Sklavenhandel betrieben, Tiere ausgerottet, die Welt zerstört. Auf solche Ideen wäre ein Tier vermutlich nicht gekommen. Deine Katze, Hund, Kaninchen…. Das alles sind auch „nur“ Tiere. Was ist er Unterschied? Nur weil du eine persönlich Beziehung zu ihm hast? Das kannst du bei dem anonymen Huhn nicht. Weil es nur eine „lebendige Maschine“ ist. Hast du manchmal den Drang deinen Hamster zu verschlingen? Warum nicht? Es sind doch nur Tiere.

Irgendwann und irgendwie müssen die Tiere ja sowieso sterben

            Auch Menschen sterben. Trotzdem werden sie nicht gezüchtet, gefangen gehalten, getötet und verspeist. Die Tiere sterben nicht natürlich, sondern werden extra gehalten um sie zu töten.

Die werden dafür gezüchtet

            Was ist das für eine Erklärung? Klar werden sie auf höchste Milchproduktion, schnelles Wachstum, hohen Fleischgehalt… getrimmt. Aber das Leben und die Gefühle konnte man bisher noch nicht wegzüchten. Sie kommen auf die Welt, leben ein paar lange qualvolle Monate/Tage um daraufhin verladen und ab zum Metzger zu gelangen- damit der Mensch mit wenig Aufwand sein Schnitzel auf dem Teller hat.

Tiere sind dazu da, genutzt zu werden

            Wer gibt uns das Recht zu solchen Gedanken? Tiere leben, fühlen, leiden, haben Wünsche und Bedürfnisse. Wer hat ihnen solch eine Bürde auferlegt?

Gott hat die Tiere für den Menschen geschaffen

            Dies ist heikel. Denn fast jeder hat einen Glauben an Gott. Manche bezweifeln seine Realität, andere opfern ihr Leben dem Herrn. Hier kann ich nur meine Meinung sagen: Glauben Sie wirklich, dass „Gott“ sich solche Mühe mit der Vielfalt, den Talenten, der Ideen gemacht hat, dass die Kreation Mensch sich allem bemächtigt, darüber urteilt, ihnen seinen Willen aufzwängt? Wäre es nicht viel sinnvoller miteinander zu leben, zu beobachten, zu lernen und dadurch Lösungen von eigenen Problemen zu finden?

Die Menschen kommen zuerst!

            Vielleicht. Vielen fällt es leichter einem Menschen Hilfe anzubieten als einem Tier. Doch viel zu viele helfen niemandem, nur sich selbst. Auch Tiere haben ein Recht auf Schutz, und diesen können sie nur durch denkende Menschen erlangen.

Fleisch schmeckt

            Über Geschmack lässt sich streiten. Zu erwähnen ist jedoch, dass es viele Alternativen gibt die gleich oder (hier lässt sich wieder streiten) besser schmecken. Ein Versuch kann ja nicht Schaden. Aber eines ist sicher: Ist eine kurzer Gaumenfreude es wert, dass dafür Tiere unnötig leiden und sterben?

Ich krieg kein Gemüse runter

            Wenn Sie zu diesen Menschen gehören, dann tun sie mir jetzt schon leid. Ich hoffe Sie genießen ihr kurzes Leben ohne Vitamine, Ballaststoffe, Kohlenhydraten... Ich wünsche einen angenehmen Tod.

Den Tieren geht es gut

            Also dies ist sehr zu bezweifeln. Klar kann man einem Tier nicht in die Gedanken sehen, jedoch ist mit Menschenverstand zu erahnen, dass die natürliche Freiheit dort zu leben wo und wie man will angenehmer ist als ein Bunker. Und wer nicht glaubt, dass die Tiere derart gehalten werden, belügt sich selbst.

Die Tiere werden human getötet

            Untersuchungen ergaben, dass dies nicht der  Fall ist. Viele Metzger weisen eine besorgniserregende Ignoranz auf, gehen mit den lebendigen Tieren um wie mit den Toten. Auch das anhaltende und unnötige treiben mit elektrischen Stachelstöcken fühlen die Tiere. (aber ist ja egal, sie sterben ja sowieso gleich…). Es wir angenommen, dass die Betäubungsmethoden nicht ausreichen um Tiere schmerzunempfindlich zu machen. Aber Töten bleibt töten. Oder würden Sie über einen Mörder Milde warten lassen, wenn er „human“ tötet?

Die sind nichts anderes gewohnt

            Wieder so etwas wobei man die Tiere fragen können müsste. Aber nicht zu bezweifeln ist, dass Tiere Instinkte haben, die sie nicht ausleben können, und deshalb anders agieren. Die Tiere zeigen Fehlverhalten die man nur in der Gefangenschaft sieht. Vielleicht wissen sie nicht wie die Welt ist. Aber auch der Mensch weiß nicht wie das Universum ist, und will dennoch es erkunden.

Die Tiere haben sich den Haltungsbedingungen angepasst

            Die Tiere werden dazu gezwungen. Sie versuchen zu überleben, schaffen es am Ende trotzdem nicht. Viele sterben früher weil sie ihr zu rasch gewachsenes Gewicht nicht mehr tragen können, nicht mit der riesigen Milchproduktion fertig werden usw.

Könnte man Tiere nicht auch leidensfrei aufziehen und töten? f

            Vielleicht könnte man es- aber man tut es nicht. Das Fleisch auf ihrem Teller gehörte einem gequältem Tier. Es wäre andererseits auch viel zu teuer.

Gäbe es die fleischverarbeitende Industrie nicht, wären die Tiere gar nicht auf der Welt

            Dies ist wäre vermutlich besser so. Als ein kurzes Leben voller Leid, Qualen und Tod dur Egoismus.

Aus Tieren hergestellte Produkte steigern unsere Lebensqualität

            Es ist nicht verkraftbar, dass man nur zum eigenen Vergnügen andere leidensfähige Lebewesen quält. Es gibt genug „reine“ Alternativen.

Ich esse nur ganz wenig Fleisch

            Dies tun einige. Nur eine Wurstsemmel, ein paar Gummibärchen, eine Pizza,… Dies klingt vielleicht schön und gut, dennoch fördert man mit jedem Bissen das Tierleid.

Ich kaufe nur Bio

            Klingt sehr schön, ist aber dennoch nur Augenwischerei. Viele Normen in dieser Haltung sind nicht viel besser als in der üblichen. Das Tier stirbt trotzdem, wie es vorher gelebt hat ist egal. Geboren um zu sterben. Doch wer gibt uns das Recht über Leben und Tod zu entscheiden?

Dann dürfte man auch keine Pflanzen essen...

            Interessantes Argument, jedoch belasten Sie sich selbst. Es ist unumstritten, dass Tiere Nerven haben und somit auch Gefühle. Bei Pflanzen erkennt man manchmal Gefühle, doch kein Nervensystem, was ihre Leidensfähigkeit (nach heutigem Wissen) sehr stark einschränkt. Außerdem wird durch dieses Argument eine Barriere durchbrochen, die bei Mensch und Tier viel kleiner wäre. Wenn Pflanzen gleich viel „wert“ sind wie Tiere, dann sind Tiere doch noch viel eher gleich „wert“ wie Menschen, was wiederum Kannibalismus gutheißt. Anzumerken ist auch, dass durch den Verzehr von Tieren, viel mehr Pflanzen „sterben“, und ein normal denkender Mensch würde ja versuchen das „Leiden“ einzudämmen.

Was würde mit den Bauern passieren?

            Siehe bei Lösungen

Die tierverarbeitende Industrie ist ein bedeutender Wirtschaftsfaktor

            Nur aus Profitgier morden? Ein schwacher und bemitleidenswerter Grund. Stellen Sie sich nicht die Frage wie viel ein Tierleben wert ist, sondern denken sie nach was es jedem einzelnem bedeutet: für das Tier ist sein Leben alles!

Dann werden alle arbeitslos.

            Falsch. Arbeitsplätze werden verlagert. Dasselbe geschah bei der Einführung des Autos, verbot der Todesstrafe ect. Dies war immer so und wird immer so sein.

So eine Ernährung ist zu teuer

            Falsch: Fleisch, Käse etc. zählen zu den teuersten Nahrungsmitteln. Obst und Gemüse ist um einiges billiger. Tierleid ist nicht zu bezahlen!

Tiere essen auch Fleisch

            Doch ein Vergleich zwischen Mensch und Tier? Ich dachte der Mensch sei „besser“. Und dennoch wird hier verglichen zwischen Mensch und Tier? Ein großer Fortschritt! Aber dann wirft sich eine andere Frage auf: Was erlaubt uns dann unsere Verwandten zu verspeisen?

Veganismus und Vegetarismus sind in unserer Gesellschaft schwer praktizierbar

            Dies stimmt manchmal. Aber dies kann man nur dadurch ändern, dass man diese Entwicklung unterstützt, so dass sich die anderen damit abfinden müssen.

Wenn ich mich ändere, passiert doch nichts.

            Man darf nicht glauben, dass man als Einzelner nichts verändern kann. So denken leider viel zu viele- und tun nichts. Würden sich nur die Hälfte aller, die irgendwie nicht zufrieden mit der Situation sind, aufraffen, wäre schon viel mehr passiert.

 

 

 

 

Lösungen

 

Es gibt viele Ideen von vielen Menschen. Ein ethisch verkraftbares Bild wäre Biohaltung- richtige Biohaltung- für diejenigen die wirklich nicht verzichten können(wollen). Den Konsum von Tierprodukten radikal einschränken, so dass für die wenigen Tiere mehr Platz (und Geld) bleibt. Die Bauern können sich umstellen auf Gemüse, Obst und Getreide. Niemand bliebe auf der Strecke. Solche Veränderungen wird es immer geben. Wer sich sträubt, wird verlieren.

Die Wunschvorstellung ist natürlich eine Welt ohne Tiermord. Ein friedliches Miteinander ohne Tiere auszubeuten.

Schlimm wäre es, wenn es so bleibt wie es jetzt ist. Wenn es immer so weiter geht, hat der Mensch & Tier bald verloren.

Die Horrorvorstellung wäre wenn es noch schlimmer wird. Wenn keiner hinschauen will oder gar nicht darf. Aber soweit wird es hoffentlich nicht kommen!

 

 

 

 

 

 

 

 

©Kathi P

 

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